Outdoor Workout

 

Sich fit zu halten ist nicht nur wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden, sondern hat den netten Nebeneffekt, dass man sich in der Badi oder am See mit einem ganz passablen Körper präsentieren kann. Oder für schöne Urlaubsfotos, denn die sind ja für die Ewigkeit.

 

Es gibt aber einen besseren (und günstigeren!) Weg, als sich mit hundert anderen verschwitzten Menschen in einem stickigen Raum abzustrampeln. Wir haben hier fünf gute Gründe für euch, warum Outdoor Fitness nicht nur Trend, sondern auch total genial ist!

 

 

Wer Bodybuilder werden möchte oder ein bestimmtes Ziel beim Gewichtheben verfolgt, wird – zugegeben – mit dem Outdoor Training seine Ziele nicht erreichen. Wer aber seine Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit verbessern möchte, ist hier genau richtig. Obendrein ist es noch kostenlos. 

Fünf Gründe, warum Outdoor Training genau das Richtige ist:

 

Quelle

 

Gratis und ohne Geräte, unbedingt ausprobieren:

 

das Wald-Workout

 

 

Grund 1: Stark im Park

 

Alle Geräte, Stangen und auch der Boden sind in einem Fitnessstudio genormt, die Belastung ist also immer dieselbe. In der Natur allerdings hat jeder Boden eine unebene Beschaffenheit, jeder Ast und jeder Stamm ist anders und fordert vom Körper, den Kraftaufwand anzupassen. Jeder Stein ist anders geformt und erfordert Konzentration im Griff - wer sich beim Training voll und ganz auf seinen Körper konzentriert, vermindert auch die Verletzungsgefahr.

Grund 2: Schutz vor Erkältungen

 

Abgestandene Heizungsluft im Fitnessstudio ist besonders in der kalten Jahreszeit mit Krankheitserregern angefüllt. Draussen an der frischen Luft zu trainieren hat neben dem Training selbst noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Es stärkt das Immunsystem! Verschnupfte Nasen und Husten beim kleinsten Wetterumschwung oder die berühmte Sommergrippe sind somit passé.

Und gegen Sonnenlicht ist auch nichts einzuwenden: Vitamin D wird nur durch Licht gebildet und sorgt für starke Knochen, indem es den Kalziumstoffwechsel anregt.

Grund 3: Stressabbau

 

Wer draussen trainiert, hat keine Zeit, sich Gedanken über die Arbeit oder die Beziehungskrise zu machen. Gönn' deinem Kopf eine Pause und benutze nur den Körper: Konzentriere dich ganz auf den Ast, den Stamm, den Stein, das Gras oder das, womit du dich auch immer im Moment befasst. In der Natur entspannt man am besten, das hat bestimmt jeder schon einmal bei einem Spaziergang festgestellt. Gerüche und Geräusche der Natur helfen uns dabei. Regen ist übrigens kein Grund, daheim zu bleiben, sofern es keine Unwetterwarnung gibt.

Grund 4: Länger draussen

 

Es wurde festgestellt, dass man beim Outdoor-Training länger dran bleibt als im Studio. Die frische Luft, die Geräusche und Gerüche - all das wirkt motivierend auf unseren Körper und unser Gemüt. Zudem bietet die Natur Abwechslung. Probier doch mal ein Training im Fluss. Der Wasserwiderstand benötigt mehr Körperkraft. Schlamm und Sand sind ebenfalls Untergrunde, die dem Körper einiges abverlangen. Aber es lohnt sich!

Grund 5: Werde zum Superhelden

 

Wer sich nicht davon abhalten lässt, auch bei Regen rauszugehen und zu trainieren, wird zum echten Superhelden. Denn alle anderen werden drinnen sitzen und nichts tun. Gerade im Sommer, wenn in der Hitze trainieren nicht besonders attraktiv ist, wirkt eine Regendusche abkühlend. Und das Gefühl, danach heimzukommen und in die Dusche zu steigen, ist echt gut!

1. Treppen-Krabbe

Probiere, auf allen Vieren eine Treppe hinauf zu krabbeln. Wähle für den Beginn eine kleine mit wenigen Stufen aus. Dabei sollen die Beine "oben" sein, also vorausgehen, und die Hände starten unten. Oben angekommen, geht es die Treppe wieder hinab, aber dieses Mal andersherum: Nach hinten lehnen, dass der Bauch gen Himmel zeigt und mit den Beinen voran die Treppe hinunten steigen, die Hände folgen.

2. Stein-Schleuder

Stelle dich hüftbreit hin und halte einen schweren Stein mit langen Armen vor dir. Gehe etwas in die Knie - das Gesäss nach hinten und der Oberkörper lehnt gerade (!) nach vorne. Dann führst du den Stein zuerst unter deine Beine und schleuderst ihn mit Schwung über deinen Kopf. Die Arme bleiben dabei gestreckt. Danach rennst du zum Stein und wiederholst dies ein paar Mal. Das kann gerne barfuss gemacht werden.

WICHTIG: Schau zuerst, wohin der Stein geschleudert werden soll, um Verletzungen oder Sachbeschädigungen zu vermeiden!

3. Hang-Lauf

Suche einen steilen Anstieg im Wald oder auf einer (Berg-)Wiese. Dann rennst du so schnell wie möglich hinauf. Es muss so steil sein, dass du deine Hände mitbenutzen musst. Willst du auch im Urlaub sportlich sein, kannst du dies an einer Sanddüne machen. Hab keine Scheu, dich beim Outdoor Training auch mal dreckig zu machen, das gehört zum Spass dazu!

4. Robben-Runde

 

Leg dich (am besten in Sand) auf den Rücken und verschränke die Arme vor der Brust. Füsse aufstellen und mit den Fersen abdrücken, um nach hinten zu robben. Der Oberkörper darf durch Seitenbewegungen mithelfen.

5. Stamm-Schritte

 

Nimm einen Stamm und lege ihn dir auf die Schultern. Ziehe dazu deine Schulterblätter zusammen und halte den Stamm mit weitem Griff. Nun machst du einen Ausfallschritt: Rechtes Bein nach vorne, das Knie angewinkelt aber nicht über die Zehen hinaus, und das linke Bein nach hinten, wobei das Knie zum Boden zeigt. Drehe dich mit geradem Rücken so weit wie möglich nach rechts. Dann kannst du deine Beine wieder strecken und dich aufrichten. Dasselbe wird nun auf der linken Seite wiederholt (linkes Bein nach vorne, nach links drehen).

6. Kletter-Partie

 

Suche dir einen stabilen Baum und versuche, daran hochzuklettern! Es muss nicht gleich bis in die Baumkronen sein, aber selbst die untersten Äste zu erklimmen erfordert Ganzkörpereinsatz und einiges an Stärke und Geschick. Es zu schaffen, macht einen am Ende richtig stolz!

Tipp: Nimm doch ein paar Freunde mit und versucht euch im Klettern. Wichtig ist jedoch, sich nicht zu übernehmen und nur grosse Bäume mit stabilen Ästen zu wählen, um Abstürze zu vermeiden.

 

Leider erleben unsere Körper bei vielen Berufen das, wofür sie eigentlich nicht geschaffen sind: Zu wenig Bewegung und, am schlimmsten, stundenlanges Herumsitzen. Es ist immer wieder erstaunlich, wozu der menschliche Körper alles fähig ist, wenn er richtig trainiert wird. 

Also: Schnapp dir deine Sportsachen und verlege dein Workout mal nach draussen! Es ist gesund, motiviert und macht Spass! An heissen Sommertagen am besten früh morgens oder später am Abend, wenn die Hitze nicht mehr so stark ist.